Metastasen beim Nierenzellkrebs

In bestimmten Konstellationen kann es sinnvoll sein Metastasen beim Nierenzellkrebs zu entfernen.

In einer rezenten Analyse evaluierten wir die Wertigkeit einer Metastasenentfernung beim metastasierten Nierenzellkarzinom. So zeigte sich, wenn eine komplette Entfernung möglich ist, dass das Überleben mit 40,8 Monaten (IQR 31.6-48 Monate) im Medianen deutlich höher. Es handelt sich hierbei aber „nur“ um Beobachtungsstudien. Auch eine Metaanalyse zeigte anhand von 2200 Patienten das das Überleben bei denjenigen signifikant verlängert war wo eine vollständige Metastasenresektion gelang. Ob eine systemische adjuvante Therapie nach vollständiger Resektion notwendig ist bleibt weiterhin unklar. Nach heutigem Wissen werden Patienten mit kompletter Metastasenresektion als „tumorfrei“ eingestuft und erhalten keine weitere Therapie, obwohl die zugrundeliegende Biologie des Tumors schon gezeigt hat, dass es Absiedelungen geben kann.

Ob eine chirurgische Entfernung sinnvoll sein kann, hängt auch von der Lokalisation ab (Lunge, Knochen, Leber, Retroperitoneum, Hirn, Pankreas oder Schilddrüse). 

Zusammenfassend kann gesagt werden: Die Entfernung von Metastasen vor allem, wenn diese komplett durchgeführt werden kann, oder zur Symptomkontrolle spielt in der Therapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms trotz neuester medikamentöser Ansätze eine Rolle.

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