Verbesserte Therapie bei Nierenkrebs

Nierenzellkrebs – Fortschritte bei der chirurgischen und medikamentösen Behandlung

Radiodoktor – das Ö1 Gesundheitsmagazin

Nierenzellkrebs – Fortschritte bei der chirurgischen und medikamentösen Behandlung. Das Nierenzellkarzinom ist der häufigste bösartige Tumor der Niere.

Es entsteht aus den Zellen, die bei der Bildung des Harns eine Funktion haben. Über die Ursachen der Entartung ist wenig bekannt. In Österreich erkranken pro Jahr etwa 1.200 Menschen daran. Der Erkrankungsgipfel liegt zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr. Oft wird der Tumor im Zuge einer bildgebenden Untersuchung wie Ultraschall oder Computertomographie zufällig entdeckt. Rund 80 Prozent der Tumoren befinden sich dann noch in einem frühen Stadium, in dem sie die Organgrenze noch nicht durchbrochen haben. In dieser Phase kann das Nierenzellkarzinom heute mit großem Erfolg chirurgisch entfernt und oft sogar geheilt werden.

PDF von der Ö1-Radiodoktor-Sendung

Wenn es bereits Metastasen gibt, ist eine Heilung derzeit nicht möglich. Allerdings gibt es beträchtliche Fortschritte: Seit etwa drei Jahren werden die sogenannten Checkpoint-Inhibitoren an vielen bislang rasch zum Tode führenden Krebserkrankungen getestet. Sie sind derzeit das Thema in der Krebstherapie. Viele bösartige Tumoren tricksen ja das Immunsystem aus, indem sie sich bildlich gesprochen eine Tarnkappe aufsetzen. Diese schützt sie vor der Vernichtung durch die Abwehrzellen. Die Checkpoint-Inhibitoren machen die Krebszellen wieder “sichtbar” und die körpereigenen T-Zellen können den Tumor attackieren.
Und ganz aktuell – diese Substanzen werden nun mit sogenannten Angiogenesehemmern kombiniert, die bereits seit mehr als zehn Jahren in der Krebstherapie in Gebrauch sind…


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